Verfahrensprinzip Plasmapunktschweißen



Beim Plasmastichlochschweißen wird am Nahtanfang durch hohen Plasmagasdruck ein "Stichloch" gebildet, wo das Material in seiner gesamten Tiefe aufgeschmolzen wird. Dadurch ist es möglich, hochlegierte und unlegierte Werkstoffe bis 8mm Blechdicke in einer Lage im I-Stoß zu schweißen.

Zum Auffüllen des Stichloches und zum Ausgleich des Wurzeldurchhanges wird meist ein Kaltdraht benötigt.

Schematische Darstellung Plasmastichlochschweissen
Verfahrensprinzip Plasmastichlochschweissen

Anwendungsgebiete



Das Plasmastichlochschweißen kommt bei Blechstärken oberhalb von 2mm zur Anwendung. Typische Anwendungen sind das Längs- und Rundnahtschweißen
von dickwandigen Rohren, Behältern und Böden. Die hierbei zu erzielenden Produktivitäts- und Qualitätsvorteile gegenüber den herkömmlichen arbeitsintensiven Schweißverfahren bieten den Anwendern vor allem im
Hochlohnland Deutschland die Möglichkeit, gegenüber Mitbewerbern aus Billiglohnländern zu bestehen.

Schematische Darstellung der Nahtvorberitung
Nahtvorbereitung zum Plasma-Stichloch-Schweissen

Schliffbild Plasmastichlochschweißung



Material:

1.4571

Schweißgeschwindigkeit:

270 mm / min

Materialstärke

8 mm

Vorbereitung

Scherenschnitt mit Kaltdrahtzugabe, 1-lagig geschweißt

Plasmastichlochgeschweißt
Schliffbild