Induktionslötanlagen



die Lötverbindung...



Löten ist ein thermisches Verfahren zum stoffschlüssigen Fügen von Werkstoffen, wobei eine flüssige Phase durch Schmelzen eines Lotes (Schmelzlöten) oder durch Diffusion an den Grenzflächen (Diffusionslöten) entsteht. Die Solidustemperatur der Grundwerkstoffe wird nicht erreicht. (Auszug aus der DIN 8505 ?Löten?)

Das Ergebnis...

eine nicht lösbare, stoffschlüssige und elektrisch leitende Verbindung.

die Wirkungsweise des Lotes...



In der Löttechnik werden die zu fügenden Materialien auf die Arbeitstemperatur (Solidustemperatur des verwendeten Lotes) erwärmt. Das im Lötbereich eingebrachte Lot fließt durch die Kapillarwirkung immer zur heißesten Stelle und füllt somit den Lotspalt selbstständig auf. Eine genaue Dimensionierung des Lötspaltes und die Berechnung der benötigen Lötmenge gehen Hand in Hand.

Welche Materialien/Metalle können gelötet werden...



Die Löttechnik bietet die Möglichkeit beliebige Metalle miteinander zu verbinden:

  • Stahl, Edelstahl
  • Hartmetalle
  • PKD Werkzeuge (Poly-Kristalliner Diamant)
  • CBN Werkzeuge (Kubisch kristallines Bornitrid)
  • Kupfer
  • Messing
  • Aluminium
  • Silber
  • Gold
  • usw.

Der Einsatz der Induktionslöttechnik...



Die induktive Erwärmung zeichnet sich durch die direkte Erzeugung der Wärme im Werkstück und durch die Induktorform frei gestaltbare Erwärmungszone aus. Kurze Aufheizzeiten und der lokale Erwärmungsbereich reduzieren auch wieder die Abkühlzeit des Werkstückes nach Beendigung des Lötprozesses durch den Wärmeabfluss in den nicht vom Induktor erwärmten Bereich. Induktionserwärmungsanlagen garantieren bei Einzel- und Serienlötungen mitarbeiterunabhängige und prozesssichere Lötqualität.

Weiters besteht die Möglichkeit mittels Induktionserwärmungstechnik manuelle oder automatisierte Aufgabenstellungen abzudecken. Zum Teil können auch bereits realisierte manuelle Arbeitsplätze zu einem späteren Zeitpunkt noch vollautomatisiert werden.

Anwendung 1



Induktionslöten von Hartmetall
Induktions-Löten von Hartmetall

Das Anwendungsfoto zeigt das induktive Löten eines Hartmetallwerkstückes mit einem 4 windigen Induktor. Durch die Induktorlänge wird auch die Erwärmungslänge bestimmt.

Anwendung 2



Induktions-Weichlöten von Messing
Weichlöten von Messing

induktives Weichlöten eines Messingteiles. Dieser Sicherheitsbauteil wird in einer Brennkammer eingebaut und sobald an einer definierten Stelle eine gewisse Temperatur überschritten wird, löst sich die Lötverbindung und Löschwasser fliest in die Brennkammer.

Anwendung 3



Induktives Hartlöten von Messing
Hartlöten von Messing

induktives Hartlöten eines Messinggriffes. Der Lötstab wird manuell zugeführt

Anwendung 4



Induktives Hartlöten von Hartmetall
Hartlöten von Hartmetall

induktives Hartlöten von Hartmetallwerkzeugen der Bergbauindustrie. Es werden in einem Arbeitsschritt gleich 5 Hartmetalle auf einen Grundkörper aufgelötet

Anwendung 5



Induktives Löten unter Schutzgas
Induktives Schutzgaslöten

induktives Schutzgaslöten von Wasserpumpenanschlüssen im Automobilbereich. In einer Schutzgasglocke werden gleichzeitig 4 Teile induktiv gelötet und in der geschlossenen Schutzgasumgebung auf Raumtemperatur zur Entnahme abgekühlt. Die Schutzgastechnik erlaubt Teile induktiv ohne Flussmittel und Anlassfarben zu löten

Weitere Anwendungsgebiete der Induktionserwärmung:



  • Induktionslöten Metalle, weich- und hartlöten
  • Induktionslöten Hartmetalle/PKD/PCBN
  • Induktionshärten - Induktionsanlassen - Induktionsglühen
  • Induktionsschrumpfen auf- & einschrumpfen & verpressen
  • Induktionserwärmung Kleber aushärten
  • Schweissanwendungen, Vor- und Nacherwärmungen
  • Induktionsschmelzen
  • Induktionsschmieden
  • Induktionserwärmung Prüftechnik & Wissenschaft & Kalibrieren
  • Induktionserwärmung Schutzgas- & Vakuumtechnik
  • Induktionserwärmung Trocknen ? Beschichten
  • Induktionserwärmung allgemein - alle Anwendungen
  • Allg. Wärmebehandlungen von Metallen