Ausgehend von der individuellen Lötaufgabe, bieten wir innovative Lösungen in Form von Fertigungssystemen, die spezifisch auf die jeweiligen Anwendungen abgestimmt sind.



Hierzu zählen Flammlötanlagen, Induktionslötanlagen, oder auch Schutzgas-Durchlauföfen.
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Sehr viele Hartlötverbindungen werden mittels Flammlöten (Brennerlöten) ausgeführt. Dazu werden unterschiedliche Brenngas-Sauerstoff-Mischungen benutzt. Weit verbreitet sind Propan-Ansaugluft und Acetylen-Sauerstoff. Beim Flammlöten muss bei allen Grundwerkstoff-Lötkombinationen mit Flussmittel gelötet werden. Eine Ausnahme bilden nur die phosphorhaltigen Kupferlote mit denen bei Kupfer-Kupfer-Verbindungen flussmittelfrei gearbeitet werden kann.
Die Anlagen sind für den jeweiligen Anwendungsfall konfektioniert und als
Schiebetisch-,
Rundtakttisch-, oder
Transferanlage ausgelegt.
Beim Induktionslöten wird die benötigte Wärme durch Induktion in den Bauteilen erzeugt.
Ein Induktor umschließt die Lötstelle. Er wird von einem Wechselstrom durchflossen (Primärkreis). In den Bauteilen wird durch das wechselnde Magnetfeld ein Strom erzeugt der diese erwärmt (Sekundärkreis). Durch eine geeignete Formgebung des Induktors ist es möglich, nur die Lötstelle zu erwärmen.
Die Frequenzen, mit denen gearbeitet wird, werden in die Bereiche Mittelfrequenz und Hochfrequenz eingeteilt. Kleinere Frequenzen bewirken eine Erwärmung in tieferen Schichten der Bauteile. Hochfrequenzen erhitzen hauptsächlich die Oberfläche.
Das Induktionslöten wird meist bei einfachen rotationssymetrischen Bauteilen wie z.B. Stoßdämpfer und Bremsleitungen eingesetzt.
| Mittelfrequenz - Löten | Hochfrequenz - Löten | |
| Frequenz | 1000 - 10 000 Hz | 0,1 - 5 MHz |
| Spaltbreite | 0,05 ... 0,25 mm (bei den kleinen Spalte unter Schutzgas) | 0,05 ... 0,25 mm (bei den kleinen Spalte unter Schutzgas) |
| Fügeteile | Stahl s = 5 ... 15 mm; Kupfer s = 4 ... 12 mm | Stahl s = 0,1 ... 3 mm; Kupfer s = 0,3 ... 3 mm |
| Grundwerkstoffe | St; Aluminiumlegierungen; Kupferlegierungen | hoch legierter St; Legierungen mit hohem Schmelzpunkt( z.B. Tantal, Molybdän); Titan-, Kupfer- und Nickellegierungen |
| Anwendung | Geräteindustrie; Fahrzeugbau | Raumfahrttechnik; Feinwerktechnik |
Das Ofenlöten ist ein Lötverfahren bei dem die Fügeteile in einem Ofen mit eingelegten Lot aufgeheizt werden. Um ein Oxydieren der gereinigten Fügeteile zu verhindern, wird die Luft im Ofen evakuiert oder dieser mit einem Schutzgas gefüllt. Das Ofenlöten wird bevorzugt für das Hartlöten eingesetzt.
Die Vorteile des Ofenlötens liegen im spannungs- und verzugsfreien Löten durch gleichmäßige Erwärmung der Fügeteile. Es werden beliebig viele Lötstellen in einem Arbeitsgang gefertigt unter Verzicht von Flussmittel. Eine gleichzeitige Wärmebehandlung der Grundwerkstoffe in einem Arbeitsgang ist ebenfalls möglich.
Bei den Öfen handelt es sich entweder um chargenweise arbeitende Geräte, wie dem Kammer- und Schachtofen oder um einen kontinuierlich arbeitenden Ofen mit Förderband.
| Schutzgaslöten | Vakuumlöten | |
| Spaltbreite | 0,1 ... 0,2 mm | 0,01 ... 0,1 mm |
| Fügeteile | Blech s = 1 ... 10 mm Masse der Fügeteile ≤ 2 ... 3 kg | Blech s = 0,5 ... 10 mm Teile mit kleiner Masse |
| Grundwerkstoffe | St; Aluminiumlegierungen; Kupferlegierungen | hoch legierter St; Legierungen mit hohem Schmelzpunkt( z.B. Tantal, Molybdän); Titan-, Kupfer- und Nickellegierungen |
| Anwendung | Geräteindustrie; Fahrzeugbau | Raumfahrttechnik; Feinwerktechnik |
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