Wolfram Elektroden <-> Schweißergebnis



Vorbemerkung:

Für ein gutes Schweißergebnis ist die Grundvoraussetzung der Einsatz einer guten Schweißstromquelle mit entsprechenden Merkmalen wie HF-Zündung, genaue Einstellung des Schweißstroms, Pulseinrichtung und entsprechende Strombelastbarkeit (Einschaltdauer).

Eine weitere Voraussetzung ist die Verwendung des richtigen Schutzgases (entsprechend DIN EN 439).
Beim WIG-Schweißen dürfen nur inerte Gase (sauerstofffreie Gase, die nicht mit der Umgebungsluft reagieren)verwendet werden. Gebräuchlich ist Argon in den Reinheitsstufen ?rein? (Qualität 4.6) oder ?hochrein? (Qualität 4.8).
Als Besonderheit wird das Schweißen mit einem geringen Wasserstoffanteil empfohlen, da der Wasserstoff reduzierend auf den Restsauerstoffanteil in der Schweißnaht wirkt.

Für das Handschweißen wird Argon mit 2% Wasserstoffanteil, für das Automatenschweißen Argon mit bis zu 5% Wasserstoffanteil empfohlen. In jeden Fall muss aber die Werkstoffverträglichkeit gegeben sein.

Besonders wichtig ist der optimale Gasschutz beim Schweißen. Ein (auch geringer) Anteil von Sauerstoff hat zur Folge, dass zum einen die Elektrode oxidiert (Blaufärbung) und zum anderen Schweißfehler durch Sauerstoffeinschlüsse auftreten. Zugluft (z.B. durch zu starke Absaugung) ist beim Schweißen in jedem Fall zu vermeiden.

Es ist weiter darauf zu achten, dass alle Verbindungen von der Gasflasche bis zur Elektrodenspitze gasdicht sind, damit kein Sauerstoff aus der Umgebungsluft in das Leitungssystem angesogen wird. Die Keramik um die Elektrode sollte nicht zu klein sein, damit die Elektrode (und die Schweißnaht) entsprechend durch Schutzgas geschützt sind. Die Elektrode sollte nicht mehr als 5 mm aus der Keramik herausragen.

Der Schutzgasstrom muss richtig dosiert sein. Ein zu geringer Schutzgasstrom führt zur Vermischung mit der Umgebungsluft beim Schweißen. Aber auch ein zu hoher Schutzgasstrom zieht durch Turbulenzen Sauerstoff in die Schweißnaht.

Nach Beendigung der Schweißung sollte die Elektrode (und die Schweißung) noch so lange mit Schutzgas umspült werden, bis das Material auf < 300.C abgekühlt ist.

Generell wird ein Schutzgasstrom von etwa 6-8 l/min und eine Nachspülzeit von mindestens 30 sek. empfohlen.

Alle Angaben sind Richtwerte und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Faktoren für ein gutes Schweißergebnis



Folgende Faktoren sind für ein gutes Schweißergebnis zu berücksichtigen:

  • Wolframelektrodenart
  • Elektrodendurchmesser
  • Abstand der Elektrode zum Werkstück
  • Sauberer und richtiger Anschliffwinkel

Wolframelektroden Typen:



Zur Wahl der richtigen Elektrode sind nachfolgend die gebräuchlichsten Elektrodenarten mit ihrer Kurzbezeichnung und Farbkennung aufgeführt. Als Elektrodenwerkstoff wird Wolfram wegen seines hohen Schmelzpunktes von ~ 3.400. C verwendet.

Durch die Zumischung von Oxiden zum reinen Wolfram (Dotierung) kann das Verhalten der Elektroden und die Standzeit beeinflusst werden.
Die wesentlichen Eigenschaften der Elektroden (nach DIN EN 26 848) sind ebenfalls aufgeführt.

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Wolfram Elektroden



Kurzzeichen Farbe Oxidzusätze in Gew.% Wolfram-Anteil
W (WP-00) grün   Wolfram 99,8%
WT-10 * gelb 1,0% Thorium (ThO2) Rest Wolfram
WT-20 * rot 2,0% Thorium (ThO2) Rest Wolfram
WT-30 * lila 3,0% Thorium (ThO2) Rest Wolfram
WT-40 * orange 4,0% Thorium (ThO2) Rest Wolfram
WZ-08 weiß 0,8% Zirkonium (ZrO2) Rest Wolfram
WC-20 grau 2,0% Cer (CeO2) Rest Wolfram
WL-10 schwarz 1,0% Lanthan (LaO2) Rest Wolfram
WL-15 gold 1,5% Lanthan (LaO2) Rest Wolfram
WL-20 blau 2,0% Lanthan (LaO2) Rest Wolfram
WM-20 türkis 2,0% Lanthanide Rest Wolfram